Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre

Kloster Maulbronn

Klosterausstellung im Frühmesserhaus, Kloster Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Elena Hahn
Klostergeschichte mal drei

Die Klostermuseen

In Kloster Maulbronn kann man nicht nur die Räume von Mönchen und Klosterschülern erleben. Mehrere Museumsbereiche präsentieren ungewöhnliche Themen, die mit der Geschichte des Klosters und seiner Bewohner zu tun haben.

Modell der Klosteranlage im Infozentrum Kloster Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Modell der Klosteranlage im Infozentrum Kloster Maulbronn.

Infozentrum und Museum in der Küferei

Im Erdgeschoss der Küferei ist das Infozentrum mit Klosterkasse und Shop untergebracht. Das große Klostermodell ist Ausgangspunkt für alle Klosterführungen. In den Museumsräumen im Obergeschoss erfahren die Besucher Wissenswertes zur nachklösterlichen Zeit in Maulbronn. Themen sind hier die Reformation des Klosters, die Maulbronner Klosterschule und die Bedeutung Maulbronns als Kunstdenkmal.

Klostermuseum im Frühmesserhaus

Der Museumsraum mit großem Kamin im Erdgeschoss des Frühmesserhauses präsentiert die beeindruckende Stiftungstafel aus der Zeit um 1450. In Bildern und Worten erzählt die Stiftungstafel die Gründungsgeschichte Maulbronns und erinnert an die Klosterstifter. Neben Erläuterungen zum Kloster erhalten die Besucher hier Informationen zu den Zisterziensern, ihren Wirtschaftsstrukturen und ihrer Musiktradition sowie zum Klosterleben im Mittelalter.

Bernhard von Clairvaux kniet vor der thronenden Muttergottes mit Kind und empfiehlt die Kirche als Opfer, linke Innenseite des Flügels der Stiftungstafel, Öl auf Holz, 1450; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer
Bischof Gunther von Speyer und Ritter Walter von Lomersheim bitten Maria, die Kirche als Opfer anzunehmen, rechte Innenseite der Stiftungstafel, Öl auf Holz, 1450; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer
Zisterzienser (in weißer Mönchskutte) beim Bau der Kirche, linker Außenteil des Flügels der Stiftungstafel, Öl auf Holz, 1450; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Szenen aus der Stiftungstafel: Bernhard von Clairvaux kniet vor Maria, die Stifter bringen Maria die Kirche dar und Bau der Klosterkirche (v.l.n.r.).

Ausgestellte Steinmetzarbeiten im Cellarium des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Im Cellarium.

Das Lapidarium im Cellarium

Als Lapidarium bezeichnet man eine Sammlung von originalen Steinmetzarbeiten. Die hier ausgestellten Steinfragmente stammen alle aus Maulbronn. Zusammen mit Werkzeugen und Erläuterungen zum mittelalterlichen Baubetrieb vermitteln sie einen Einblick in die Baugeschichte des Klosters. Der Ausstellungsort, das Cellarium, war einst der klösterliche Vorratskeller. Die zweischiffige gewölbte Halle ist tief in den Boden eingelassen und grenzt direkt an die Klosterkirche.

TIPP

Um die Klostergeschichte in der richtigen Reihenfolge zu erleben, sollten Sie Ihren Museumsbesuch im Frühmesserhaus beginnen und in der Küferei fortsetzen.

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