Dienstag, 8. Dezember 2015

Kloster Maulbronn | Allgemeines WEIHNACHTLICHE KUNST IM KLOSTER

Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachtsgeschichte ist bei vielen Menschen wieder präsent. Kloster Maulbronn beherbergt aus seiner jahrhundertelangen Geschichte als Zisterzienserkloster großartige Kunstwerke, die diese Geschichte erzählen – stille, lohnende Entdeckungen in der Zeit um Weihnachten. Besonders eindrucksvoll ist die „Maulbronner Madonna“, eine große Marienskulptur aus dem 14. Jahrhundert.

Die Weihnachtsgeschichte im Bild in der Klosterkirche von Maulbronn

Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachtsgeschichte ist bei vielen Menschen wieder präsent. Kloster Maulbronn beherbergt aus seiner jahrhundertelangen Geschichte als Zisterzienserkloster großartige Kunstwerke, die diese Geschichte erzählen – stille, lohnende Entdeckungen in der Zeit um Weihnachten. Besonders eindrucksvoll ist die „Maulbronner Madonna“, eine große Marienskulptur aus dem 14. Jahrhundert.

DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE IN BILDERN
Das Geschehen um die Geburt Christi im Stall von Bethlehem gab seit dem frühen Christentum für unzählige Geschichten die Bildvorlagen. Im Zentrum steht meist die Anbetung des Christuskindes. Die Evangelien in der Bibel erzählen die Geschichte, angezogen durch mächtige Himmelserscheinungen wie einen Kometen und durch Prophezeiungen, wie Hirten und die Heiligen Drei Könige in den Stall kommen und das Kind verehren. Maria als Gottesmutter, die das göttliche Kind auf ihrem Schoß präsentiert, ist daher ein festes Bild in den Kirchen – und das seit bald 2000 Jahren.

DIE MAULBRONNER MADONNA ALS VEREHRTES BILD
Die Maulbronner Madonna ist eine ganz besondere Marienskulptur vom Beginn des 14. Jahrhunderts. Aus einem ganzen Stamm eines Walnussbaums geschnitzt, ist die sitzende Figur mit 170 cm Höhe überlebensgroß – geschaffen, um in einem mächtigen Kirchenraum wie etwa der Klosterkirche in Maulbronn für die Gläubigen eine „Ansprechperson“ für ihre Gebete zu bieten. Unabhängig von Weihnachten: Maria ist die Ordensheilige der Zisterzienser, weshalb ihr auch fast immer die Klosterkirchen dieses Ordens geweiht sind.

NACH AUFWENDIGER RESTAURIERUNG NEUE ERKENNTNISSE
Seit die Maulbronner Skulptur vor wenigen Jahren einer sorgfältigen Untersuchung und Restaurierung unterzogen wurde, sieht man wieder ihre besondere Schönheit und weiß mehr Details von ihr. Im Rücken etwa hat die Marienfigur eine Aussparung: eine versteckte Reliquienkammer. Im Mittelalter enthielten alle verehrten Figuren solche Reliquien, Gegenstände, die mit den verehrten Heiligen verbunden wurden – quasi Bestätigungen, dass die Geschichten wahr und verbürgt waren. Zugleich erwartete man von den heiligen Materialien einen Effekt: Sie sollten Wunder bewirken und das Gebet verstärken.

KOSTBARE FARBEN UND PELZIMITAT AM MANTEL
Entstanden ist die Maulbronner Madonna zwischen 1307 und 1317 in Köln – das erkennen die Fachleute. Wie sie nach Maulbronn kam, bleibt ihr Geheimnis. Die Figur war, typisch für die Entstehungszeit, strahlend farbig, mit Vergoldungen an Kleid, Mantel und Haar, mit leuchtend blauem Mantelfutter und realistischen Details wie dem gemalten Eichhörnchenpelz als kostbaren Besatz. Ornamente und kleine Glassteine sorgten auf den Vergoldungen und Mantelsäumen für zusätzliche Effekte. Der geheimnisvolle Glanz der Figur im Kerzenlicht der Kirche muss eindrucksvoll gewesen sein.

NOCH MEHR WEIHNACHTSMOTIVE IN DER KLOSTERKIRCHE
Ein weiteres Motiv, das man landläufig mit Weihnachten verbindet, zeigt ein großes Fresko an der Nordwand im Hauptschiff der Klosterkirche. Es zeigt den „Klassiker“: die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Laut Inschrift stammt das Werk aus dem Jahre 1424 und wurde von einem „Magister Ulrich“ gemalt, der seinen Namen beim Bild hinterlassen hat. „Kloster Maulbronn ist auch im Winter ein großartiges Erlebnis“, sagt der Leiter der Klosterverwaltung Peter Braun. Der turbulente Weihnachtsmarkt ist jetzt vorbei, der jedes Jahr viele Tausend Menschen anzieht. „Jetzt wird es wieder stiller“, erklärt Peter Braun: „Vor allem an so hellen Wintertagen, wie wir sie gerade haben, da strahlt die Kirche in einem einzigartigen Licht, wenn die Wintersonne den Klosterhof zum Leuchten bringt.“

SERVICE
Das UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn ist ganzjährig geöffnet. Das Klostermuseum im Frühmesserhaus und das Literaturmuseum im Infozentrum von Kloster Maulbronn sind während der Öffnungszeiten frei zugänglich.

Winteröffnungszeiten: 1. November bis 28. Februar
Di – So 9.30 – 17.00 Uhr (letzter Einlass 16.15 Uhr)

Kloster Maulbronn
Klosterhof 5
75433 Maulbronn
Telefon +49(0)70 43.92 66 10
<link>info@kloster-maulbronn.de

Download und Bilder