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Un patrimoine mondial de l’UNESCO

Monastère de Maulbronn

jeudi, 18. avril 2019

Monastère de Maulbronn | Autres manifestations

„Tag des Baumes“ am 25. April: Friedenslinde und Flatterulme

Am 25. April wird der „Tag des Baumes“ begangen. Wenn man Bäume mit viel Geschichte erleben will, ist man in den ehrwürdigen Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg am richtigen Ort. Etwa in Kloster Maulbronn, wo die „Friedenslinde“ eine Geschichte hat, die vielleicht sogar bis zurück zum Dreißigjährigen Krieg reicht. Auch der „Baum des Jahres“ 2019 ist in der Klosteranlage zu finden: die Flatterulme.

DIE LINDE IM KLOSTERHOF

Der Baum ist weithin bekannt und bei Maulbronnern und Klostergästen gleichermaßen beliebt. Die Friedenslinde stammt möglicherweise aus dem 17. Jahrhundert. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648 wurden an vielen Orten solche „Friedenslinden“ gepflanzt. Die Linde vor der Westfassade des Klosters und vor dem „Paradies“ gehört nach der lokalen Maulbronner Überlieferung zu dieser Tradition. Darauf weist unter anderem das „Maulbronner Heimatbuch“ hin. Sicher ist, dass der Baum alt ist. Im 19. Jahrhundert war er bereits ausgewachsen und in den Turnplatz des Seminars eingebunden.

 

ERHALTUNG DES JAHRHUNDERTEALTEN BAUMES

2013 kam die Hiobsbotschaft, dass die jahrhundertealte Friedenslinde im Klosterhof von Maulbronn durch einen Schadpilz, den Brandkrustenpilz, bedroht ist. Damals wurde der Baum stark zurückgeschnitten, um ihn solange wie möglich zu erhalten. Dennoch: Aufzuhalten ist der Schadpilzbefall nicht. Deshalb nutzen die Staatlichen Schlösser und Gärten die Zeit, um die Friedenslinde vegetativ zu vermehren, gewissermaßen zu „klonen“, um in ein paar Jahren im Sinne der Authentizität des Denkmals eine geeignete Nachfolgerin als Friedenslinde pflanzen zu können.

 

BAUM DES JAHRES IN DER KLOSTERANLAGE

2019 rückt die „Baum des Jahres Stiftung“ eine Ulmenart ins Licht der Öffentlichkeit, die bisher wenig bekannt ist: die Flatterulme. Sie ist ein hochgewachsener Baum der Feuchtwälder und Flussauen, in ganz Mitteleuropa heimisch und kann bis zu 250 Jahre alt werden. Ein typisches Merkmal des ca. 30 Meter hohen Baumes ist die Asymmetrie der Blätter am Blattgrund. Die Flatterulme ist, wenn auch weniger stark als die Feldulme, vom Ulmensterben bedroht. Ein Exemplar dieses Baumes befindet sich im Kloster Maulbronn, im nicht öffentlich zugänglichen Bereich der Anlage, vor dem Jagdhaus, dem heutigen Evangelischen Seminar.

 

DER TAG DES BAUMES IN DEN SCHLOSSGÄRTEN UND PARKS
Der „Tag des Baumes“ wurde 1951 eingeführt. Er wird jedes Jahr im April begangen und soll dazu beitragen, die Bedeutung der Bäume und des Waldes für den Menschen präsent zu halten – und auch an die wirtschaftliche Rolle des Waldes zu erinnern. Für die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist der „Tag des Baumes“ ein Anlass, auf den Reichtum der historischen Gärten hinzuweisen: In vielen Fällen haben sich in den traditionsreichen Anlagen alte Baumriesen erhalten.

 

SERVICE

Der Klosterhof von Kloster Maulbronn ist frei zugänglich.

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Crédit photo

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

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