Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre

Kloster Maulbronn

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
VORTRAGSREIHE ZUM THEMENJAHR

HOCHKARÄTIGE VORTRÄGE IN KLOSTER MAULBRONN

Vielfältig und oft überraschend sind die Bezüge zwischen Frankreich und dem Kloster Maulbronn. Das aktuelle Themenjahr „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten" bietet den Anlass, dieser Geschichte nachzuspüren.

Kloster Maulbronn, Klosteranlage von oben; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Die am vollständigsten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage.

HOCHKARÄTIGE VORTRÄGE IM WELTKULTURERBE

Schon der Beginn weist nach Frankreich: Der Zisterzienserorden hatte seinen Ursprung in Burgund. Im 17. Jahrhundert bringen Religionsflüchtlinge aus Frankreich ihre Kultur mit und gründen Dörfer in der Maulbronner Umgebung. Und um 1800 sind es die Ideen der Freiheit, die auch in Maulbronn spürbar werden. Viele Jahrhunderte einer kulturellen Befruchtung werden in dieser Vortragsreihe sichtbar.


Von Cîteaux nach Maulbronn – Aufstieg und Expansion des Zisterzienserordens im 12. Jahrhundert

CHRISTIAN KATSCHMANOWSKI M.A.
STAATLICHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN BADEN-WÜRTTEMBERG, BRUCHSAL
Zum Auftakt der Vortragsreihe am Mittwoch, 10. April wirft Christian Katschmanowski einen Blick auf die Anfänge des Ordens: von der Gründung des Klosters Cîteaux in Burgund im späten 11. Jahrhundert bis zur Ausbreitung in ganz Europa. Welche Rolle spielte dabei der Wunsch nach Erneuerung des Mönchtums? Wie förderte die innovative Ordensstruktur die zahlreichen Klosterneugründungen und wie bestimmte die Persönlichkeit eines Bernhards von Clairvaux die Entwicklungen? Ausgehend von diesen Fragen bietet der Vortrag eine inhaltliche Einführung in die frühe Geschichte und Kultur der Zisterzienser. 

TERMIN
Mittwoch, 10. April 19.00 Uhr · Medienraum (1. OG im Infozentrum)


Planungen und Neuplanungen im Mittelalter: Die Klausuranlage von Maulbronn

PROF. DR. MATTHIAS UNTERMANN
UNIVERSITÄT HEIDELBERG
Hochgesteckte Baukonzepte, Stillstand, neue Anforderungen und schließlich doch eine fertig gebaute, gut nutzbare Klosteranlage – zwischen 1148 und der Reformation war das Kloster Maulbronn, kaum zur Freude der Zisterziensermönche, fast immer eine Großbaustelle. Detaillierte, interdisziplinäre Bauforschungen von Heidelberger Kunsthistorikerinnen während der aktuellen Restaurierung führen zu neuen, oft überraschenden Erkenntnissen über Kreuzgang, Kapitelsaal, Dorment und andere Klosterräumen. Diese wird Prof. Dr. Matthias Untermann von der Universität Heidelberg in seinem Vortrag am Mittwoch, 17. April behandeln.
  
TERMIN
Mittwoch, 17. April 19.00 Uhr · Medienraum (1. OG im Infozentrum)


Die Waldenser in Württemberg

DR. ALBERT DE LANGE
FREISCHAFFENDER KIRCHENHISTORIKER
(SCHWERPUNKT: GESCHICHTE DER WALDENSER IN DER NEUZEIT)
Viele rätseln, warum es im Westen von Württemberg Orte mit solch exotischen Namen wie Pinache und Perouse gibt. In der Tat, es handelt sich hier nicht um Ortschaften, die von Schwaben errichtet wurden. Ihre Gründer waren Waldenser aus dem Piemont. Aber wer waren diese Waldenser? Was haben sie mit den Waldensern zu tun, die im Mittelalter jahrhundertelang als Ketzer verfolgt wurden? Warum kamen sie 1699 nach Württemberg? Und gibt es heute noch Waldenser? Am Mittwoch, 24. April wird die lange und spannende Geschichte der Waldenser von dem Experten Dr. Albert de Lange vorgestellt.
 
TERMIN
Mittwoch, 24. April 19.00 Uhr · Medienraum (1. OG im Infozentrum)


Revolution, Freiheitsbaum, Trikolore – Maulbronn unter französischen Vorzeichen

MARTIN EHLERS
STADTARCHIVAR MAULBRONN
In Maulbronns Geschichte spiegeln sich, wenn auch zeitverzögert, viele große politische Entwicklungen. Im ausgehenden 18. Jahrhundert sind die einstigen Maulbronner Klosterschüler Karl Friedrich Reinhard und Friedrich Hölderlin von den Idealen der französischen Revolution ergriffen. Für dieselbe Idee begeistert sich die Romantikerin Caroline Schelling. Als Sohn des Maulbronner Oberamtmanns erlebt 1796 Justinus Kerner die Begegnung mit französischen Soldaten im Kloster. Eine ganz andere Perspektive hat der Speisemeister der Klosterschule hinterlassen, als er seine Flucht aus französischer Gefangenschaft atemlos schildert. 1806 wird das Kloster Maulbronn infolge der napoleonischen Neuordnung des Alten Reiches säkularisiert und aus der Schule wurde das Evangelisch-Theologische Seminar. Darum wird es im Vortrag am Mittwoch, 8. Mai des Maulbronner Stadtarchivars Martin Ehlers gehen.
  
TERMIN
Mittwoch, 8. Mai 19.00 Uhr · Medienraum (1. OG im Infozentrum)

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Klosterhof 5
75433 Maulbronn

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Klosterhof 5
75433 Maulbronn

TERMINE

  • Mittwoch, 10. April, 19.00 Uhr, Medienraum (1. OG im Infozentrum)
    Von Cîteaux nach Maulbronn – Aufstieg und Expansion des Zisterzienserordens im 12. Jahrhundert
  • Mittwoch, 17. April, 19.00 Uhr, Medienraum (1. OG im Infozentrum)
    Planungen und Neuplanungen im Mittelalter: Die Klausuranlage von Maulbronn
  • Mittwoch, 24. April, 19.00 Uhr, Medienraum (1. OG im Infozentrum)
    Die Waldenser in Württemberg
  • Mittwoch, 8. Mai, 19.00 Uhr, Medienraum (1. OG im Infozentrum)
    Revolution, Freiheitsbaum, Trikolore – Maulbronn unter französischen Vorzeichen

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