Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre

Kloster Maulbronn

Auf der Suche nach dem richtigen Standort

Die Gründungslegende

Die Gründung von Kloster Maulbronn vor 850 Jahren ist seit Langem in der Klostertradition verankert: Demnach hat ein Maulesel den richtigen Standort des Klosters, nämlich ein Ort mit Wasserquelle, gefunden. Interessanterweise sind in anderen Klöstern ähnliche Gründungslegenden verbreitet.

Junger Maulesel; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Angela Paysan

Der Maulesel: Symbol der Klostergründung.

Der Maulesel findet den richtigen Ort

Ritter Walter von Lomersheim lud dem Maulesel einen Geldsack auf und ließ das Tier ziehen. Dort, wo es anhalten und die Last abwerfen würde, wollte er ein Kloster bauen. Der Maulesel blieb auf seinem Weg an der Stelle des heutigen Klosters stehen und brachte durch Hufschläge eine Wasserquelle aus dem Fels hervor. Eine Variante der Legende berichtet, dass Mönche einen Maulesel mit auf den Weg genommen und an eben jener Stelle ihr Kloster errichtet hätten, wo das Tier innegehalten und getrunken hatte.

Was steckt dahinter?

Maulbronn, der Name des Klosters, scheint den Inhalt der Gründungslegende noch zu unterstreichen. Tatsächlich ist der historische Ortsname „Mulenbrunnen“ urkundlich verzeichnet. Er deutet auf die Lage des Klosters an einer Quelle und einer Mühle hin. Ob eine Mühle auf einem der Stiftungsgüter selbst oder eine andere flussabwärts gelegene Mühle namensgebend für den Ort war, ist nicht bekannt. Doch Wasser war eine wichtige wirtschaftliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Klosteransiedlung.

Im Gewölbe des Brunnenhauses von Kloster Maulbronn ist ein Maulesel abgebildet.

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