Luftbild des Wirtschaftshofs des Klosters Maulbronn mit Fruchtkasten

Das Tor zum Weltkulturerbe

Der westliche Eingangsbereich

Der imposante Torturm, durch den die Besucher den Wirtschaftshof im Westen betreten, bildet den Hauptzugang zum Kloster. Wer genau hinschaut, entdeckt in den teils stark veränderten Gebäuden Überreste früherer Bauten.

Westliches Haupttor der Klosteranlage Maulbronn mit rundbogiger Einfahrt

Torturm am Klostereingang.

Klostereingang mit spätgotischem Torturm

Im Südwesten der Klosteranlage befindet sich der Torturm aus dem 15. Jahrhundert. Seine hohe, rundbogige Einfahrt zeigt zum Innenhof den spitzen Torbogen der alten Befestigung. Der barocke Dachaufbau über dem Torturm ersetzte 1751 ein älteres steiles Dach. An der zur Stadt gewandten Seite ist der Falz für die ehemals vorhandene Zugbrücke noch zu erkennen. Der Fachwerkbau südlich des Tores stammt von 1600 und ersetzte ein früheres Pförtnerhäuschen.

Apothekengebäude mit Mansarddach

Hier befand sich einst eine ältere Toranlage.

Die heutige Eingangssituation

Unmittelbar hinter dem Tor schließt sich der barocke Bau des sogenannten Apothekengebäudes mit Mansarddach an. Auf Höhe des Frühmesserhauses besaß das Kloster in früherer Zeit einmal eine ältere Toranlage, die möglicherweise im Zusammenhang mit den gotischen Klausurbauten entstanden ist. Von diesem frühen Ensemble sind noch die heutige Apotheke – einst das Gasthaus – und das Frühmesserhaus erhalten.

Außenansicht des Frühmesserhauses des Klosters Maulbronn

Das Frühmesserhaus.

Frühmesserhaus mit Klostermuseum

In dem zweigeschossigen frühgotischen Repräsentationsbau des Frühmesserhauses wohnte einst der Mönch, der die Frühmesse für Klostergäste zelebrierte. Heute befindet sich darin ein Teil des Klostermuseums. Auf der Südostseite sind noch Reste des früheren romanischen Tores zu sehen. Es diente nachweislich als Wagendurchfahrt mit Fußgängerpforte und wurde 1813 als „inneres Tor mit Turm“ beseitigt. Eine Bleirohrleitung, die in diesem Bereich gefunden wurde, lässt dort einen früheren Brunnen vermuten.

Fundament des Chors einer ehemaligen Kapelle des Klosters Maulbronn

Fundamente zeugen von einem Kapellenbau.

Remise und Reste einer Kapelle

Gegenüber dem Frühmesserhaus steht heute das Remisengebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert. An seiner Stelle befand sich einst eine Kapelle, das sich an die Einheit aus Frühmesserhaus und erster Toranlage anschloss. Die Kapelle wurde offenbar mehrfach überformt. Die heute sichtbar gemachten, kniehoch aufgemauerten Fundamente gehören zum Chor eines spätmittelalterlichen Kapellenbaus, der 1480 unter Abt Johannes Riescher von Ladenburg erneuert wurde.

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