Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre

Kloster Maulbronn

Essen im grossen Stil

Das Herren- und das

Laienrefektorium

Die Mönche und die Laienbrüder aßen in getrennten Speisesälen, dem Herren- und dem Laienrefektorium. Beide wurden zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut. Das Herrenrefektorium beeindruckt mit seiner herrschaftlichen Atmosphäre als wunderbares Zeugnis der Frühgotik in Maulbronn.

Innenansicht des Herrenrefektoriums des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Das Herrenrefektorium.

Besinnliches Speisen: das Herrenrefektorium

Im Herrenrefektorium nahmen die Mönche schweigend ihre Mahlzeiten ein. Währenddessen las ein Bruder aus der Bibel und anderen Schriften vor. Von einer erhöhten Lesekanzel an der Ostwand aus war er für alle gut sichtbar. An der Westwand existiert noch die ehemalige Durchreiche zur Klosterküche, die zwischen Herren- und Laienrefektorium lag und von dort aus beide Säle versorgte. Entstanden ist das Herrenrefektorium im Zuge der frühgotischen Baumaßnahmen, wohl unter der Leitung des sogenannten Paradiesmeisters.

Besucher im Herrenrefektorium des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Besucher im Herrenrefektorium des Klosters Maulbronn

Architektur mit repräsentativem Anspruch

Der Anspruch der Mönche auf einen repräsentativen Saal zeigt sich schon an den Dimensionen des Raumes – das Herrenrefektorium ist 27,20 Meter lang, 11,50 Meter breit und 10,40 Meter hoch. Auch die qualitativ hochwertigen Steinmetzarbeiten sind eines fürstlichen Saales durchaus würdig. Sehenswert sind die Details der feinen, in roter Farbe ausgeführten Malereien des 16. Jahrhunderts im Gewölbe. Das Bild im Gewölbezwickel der zweiten Säule von Norden zeigt beispielsweise Herzog Ulrich von Württemberg.

Stabwerkportal als Zugang zum Laienrefektorium des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Zugang zum Laienrefektorium.

Das Laienrefektorium

Die Laienbrüder betraten ihren Speisesaal einst durch einen weit in den Klosterhof ragenden Portalvorbau, der auch zu ihrem Schlafsaal im Obergeschoss führte. Den heutigen Zugang bildet das Portal rechts neben der romanischen Klosterpforte. Das zweischiffige Laienrefektorium gehört zu den frühen Bauten des 13. Jahrhunderts und diente auch als Wirtschaftsraum. Das von sieben schlanken Doppelsäulen getragene Kreuzgratgewölbe wurde erst 1869 eingezogen.

TIPP

Das Laienrefektorium ist heutzutage der stimmungsvolle Rahmen für kammermusikalische Konzerte: Erkundigen Sie sich nach dem Jahresprogramm der Klosterkonzerte Maulbronn – Musikfestival im Weltkulturerbe!

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