Unesco-Weltkulturerbe mit lebendiger Atmosphäre

Kloster Maulbronn

Architektonische Höhepunkte

Die Klausur und die

Klosterkirche

Das Herzstück der Klosteranlage bilden die Klosterkirche und die Klausurgebäude mit dem Kreuzgang. Stilrichtungen und Entwicklungsstufen von der Romanik bis zur Spätgotik sind hier in einer einzigartigen atmosphärischen Dichte vertreten.

Innenansicht des Herrenrefektoriums des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Das prachtvolle Herrenrefektorium.

Mittelalterliche Bauwunder

Unter den Maulbronner Klausurgebäuden finden sich zahlreiche Raritäten mittelalterlicher Klosterarchitektur. Kirchenvorhalle, Herrenrefektorium – der Mönchsspeisesaal – und südlicher Kreuzgangflügel sind Wegbereiter der frühgotischen Architektur im deutschsprachigen Raum. Die um 1200 entstandenen Klausurgebäude wurden im Laufe der Zeit teils mehrfach umgebaut. Ihre Baugeschichte ist bis heute nicht vollständig geklärt und daher Gegenstand umfangreicher Untersuchungen von Bauforschern.

Das Obergeschoss des Heizraumes des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Nur dieser Raum, das Kalefaktorium, war beheizbar.

Zeugen des Alltags im Kloster

Außer der Klosterkirche und den großen Sälen wie Kapitelsaal, Herren- und Laienrefektorium erzählen noch viele weitere Räume vom Alltag der Mönche in Maulbronn. Das Leben im Kloster war entbehrungsreich – nur ein einziger Raum war beheizbar! Das war das Kalefaktorium, die Wärmestube des Klosters. Die Anlage der einzelnen Räume rund um den Kreuzgang vermittelt einen Eindruck von der ausgeklügelten Funktionsarchitektur der Zisterzienser.

Gut versteckt: der Eingang zur Klausur

Die Klosterkirche ist mit ihrem außergewöhnlich hohen Dachreiter weithin sichtbar. Unmittelbar nördlich davon erstreckt sich die Anlage der Klausur. Ihr Inneres erreicht man durch den Arkaden- oder Konversengang. Er liegt zwischen Paradies und dem Laienrefektorium an der Nordwestecke und führt zur versteckten Klosterpforte. Hinter dem Konversengang gelangt man außerdem ins Cellarium, eine tief gelegene gewölbte Halle, in der Steinmetzarbeiten und Werkzeuge zum mittelalterlichen Baubetrieb gezeigt werden.

Zeugen der Baugeschichte: Im Cellarium sind Steinmetzarbeiten und mittelalterliche Werkzeuge ausgestellt.

Blick in den Mönchschor der Kirche des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Mönchschor zur Weihnachtszeit.

Von Mönchen und Laien

Neben den geweihten Mönchen lebten im Kloster auch die Laienbrüder oder sogenannte Konversen. Sie waren Mitglieder der Klostergemeinschaft, empfingen aber nicht die Priesterweihe. Sie arbeiteten als Handwerker oder in den Wirtschaftsbereichen des Klosters. Die Klosterregel sah eine strikte Trennung der Bereiche von Mönchen und Laienbrüdern vor. Diese Trennung gilt auch in der Kirche: Eine romanische Chorschranke teilt die Bereiche für Mönche und Laienbrüder ab.

TIPP

Besuchen Sie die Ausstellung im Cellarium: Hier sind Steine und Bauteile aus Maulbronn zu sehen. Anhand von Steinmetzarbeiten, Werkzeugen und Erklärungen zum mittelalterlichen Baubetrieb erhalten Sie einen Einblick in die Baugeschichte Maulbronns.

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