Bis heute ist das Land im oberen Salzachtal von den Zisterziensern geprägt. Der Bau des Wassersystems ist im 12. Jahrhundert begonnen und in den folgenden Jahrhunderten erweitert worden. Wirtschaftshöfe, Weinberge, Stauseen, Weiher und ein umfangreiches System künstlich geschaffener Wassergräben rund um das Kloster machen die Bewirtschaftung deutlich. Sie legen Zeugnis ab vom Prinzip der Eigenwirtschaft und der Autonomie der Klöster.
Neben dem Wassersystem zählen zur Kulturlandschaft auch der Forst, die Wein- und Obstgärten an den terrassierten Hängen, die Wiesen und Felder, die ehemaligen Grangien, die Steinbrüche, das Wegenetz, die Brücken sowie zahlreiche Kleindenkmäler.
Die Umgebung des Klosters zeigt auf eindrucksvolle Weise Merkmale, die zum Verständnis der mittelalterlichen Klosteranlage und des Mönchtums der Zisterzienser unerlässlich sind. Denn die Kultivierung und Bewirtschaftung einer Urlandschaft war für die Zisterzienser Teil ihres Gottesdienstes und hatte schließlich für die Agrarkultur Europas weitgehende Vorbildfunktion.
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Ebenfalls in dieser Kulturlandschaft liegen die 86 km langen Eppinger Linien: Sie wurden in den Jahren 1695 bis 1697 unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, auch „Türkenlouis“ genannt, in Fronarbeit errichtet, um französische Raubzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) zu unterbinden.
Entlang des Linienverlaufs führt der Eppinger-Linien-Weg: ein Wanderweg von Eppingen über Ottilienberg, Sternenfels, Maulbronn nach Mühlacker (40 km), der Teile des Naturparks Stromberg-Heuchelberg erschließt und auf 18 Schautafeln über die Geschichte und den Bau der Eppinger Linien informiert.